Belletristik
Stephan Lebert & Andreas Lebert
In Engelbach, einem bayerischen Dorf zwischen Bundesstraße und Alpen, betreibt Matthias Steiger einen Kiosk, flickt Schuhe und hört zu. Die Menschen kommen zu ihm,...
In Engelbach, einem bayerischen Dorf zwischen Bundesstraße und Alpen, betreibt Matthias Steiger einen Kiosk, flickt Schuhe und hört zu. Die Menschen kommen zu ihm, weil sie ahnen, was er selbst gerade erst begriffen hat: Er kann ihre Wünsche lenken. Konrad Morgenstern verliert an einem Tag Job und Ehe – und trifft am Stausee einen Chaos-Mathematiker, der ihm erklärt, dass Ratlosigkeit der Anfang von allem ist. Die junge Fernsehmoderatorin Tereza Novak fährt vor ihrer ersten Sendung nach Engelbach, weil sie nicht mehr weiß, wem sie noch glauben soll. Der Hochstapler Franz Schmidmaier wartet auf den Gerichtsvollzieher und auf einen Grund, weiterzuleben. Und Marion Jasper sitzt weinend bei Steiger, weil ihr Graupapagei Trixie – mehrfacher Weltmeister im Sprechen, Rilke-Rezitator, kleiner Star – seit Tagen schweigt. Vielleicht, sagt sie, schaut er in die Zukunft.
Die Brüder Andreas und Stephan Lebert erzählen von einem Dorf, das ein ganzes Universum ist, von Menschen und ihren Geschichten. Und von der zarten Möglichkeit, dass jede Ent-Täuschung ein Anfang ist. Ein warmherziger, kluger, leise magischer Roman darüber, dass der heutige Tag immer der wichtigste ist – weil heute heute ist. Erfüllt von jener strahlenden Sehnsucht nach einer geordneten Zeit.
Stephan Lebert arbeitet seit 2004 für die Zeit. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und schrieb diverse Sachbücher, zuletzt Der blinde Fleck (mit...
Andreas Lebert ist Chefredakteur von Zeit Wissen. Er gründete und leitete das Magazin der Süddeutschen Zeitung, war Chefredakteur von...